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Entwicklungskompass Wirtschaft und Gesellschaft

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1.1 Strategie, Vision, Kultur und Organisation

Grundlagen

Der Mountainbike-Tourismus eröffnet in einer Destination ein breites Spektrum an Geschäftsmöglichkeiten. Um das maximale Potential dieses aufstrebenden Sektors zu realisieren, sind innovative Angebote, buchbare Erlebnisse und eine herzliche Willkommenskultur entscheidend.

Mountainbiken ist eine raumbezogene Tätigkeit. Bei der Nutzung des Raumes treffen verschiedene Interessen und Ansprüche aufeinander. Diese zu identifizieren und die entsprechenden Gruppen frühzeitig zu involvieren sind erfolgsentscheidende Faktoren für die Schaffung einer nachhaltigen Mountainbike-Infrastruktur.

Die Trails bilden das Fundament einer Mountainbike-Destination. Auf dieser grundlegenden Infrastruktur können Angebote aufgebaut und erweitert werden. Die eigentliche Wertschöpfung entfaltet sich durch qualitativ hochwertige Serviceleistungen. Um eine Nachfrage nach diesen Serviceleistungen zu generieren, ist eine Investition in die Schaffung und den Erhalt dieser Basisinfrastruktur unerlässlich.

Die folgenden Handlungsempfehlungen erleichtern Destinationen, die strategischen Grundlagen für einen zukunftsfähigen Mountainbike Tourismus zu legen.

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Vision

Eine klare Vision, die aufzeigt, wie und wohin eine Region sich entwickeln will, hilft nicht nur in der Kommunikation, sondern auch bei der Entwicklung einer regionalen Identität. Aufzuzeigen, weshalb eine Destination den Mountainbike-Tourismus fördern will, erleichtert weitere Stakeholder davon zu überzeugen.

Verbindliche und längerfristige Zusagen schaffen Konstanz und sind daher wünschenswert. Ein gemeinsames verbindliches Strategiepapier kann bei der Erreichung dieses Ziels unterstützen. Vgl. hierzu auch Entwicklungskompass MTB und Umwelt.

Wichtige Stakeholder wie Gemeinden, Bergbahnen oder Tourismusorganisationen sollten von Beginn weg dabei sein und die Strategie mitgestalten und mittragen. Die frühzeitige Unterstützung der verschiedenen Stakeholder und deren Zusage, bei der Finanzierung von Mountainbike-Infrastrukturen, ist oftmals richtungsweisend für das weitere Vorgehen.

Strategie

Die gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Gegebenheiten von Kantonen, Regionen und Destinationen variieren in der Schweiz stark. Es gibt daher keine einheitliche Strategie, die auf alle Destinationen Anwendung findet. Vielmehr müssen die lokalen und regionalen Voraussetzungen individuell analysiert werden, um eine erfolgsversprechende Strategie zu entwickeln (vgl. 1.3 Analysen).

Die Strategie zeigt auf, wie und wo die Region den Mountainbike-Tourismus aktivieren will. Sie basiert auf diversen Analysen der Gegebenheiten (vgl. dazu 1.3 Analysen) und zeigt das Entwicklungspotential auf. Die einzelnen Destinationen können auf dieser Grundlage und ihren Erfahrungen die passenden strategischen Geschäftsfelder definieren.


Tipp: Professionelle Planungsbüros können bei der Ausarbeitung effizient unterstützen.

Kosten für Infrastrukturvorhaben entstehen bereits in der Planung und Konzeption. Auch nach Abschluss der Umsetzung fallen Kosten an für Signalisation, Marketing & Kommunikation. Damit die Infrastruktur auch langfristig erhalten bleibt und ihren Zweck erfüllt, muss deren Unterhalt und Instandhaltung sichergestellt werden. Eine durchdachte Finanzplanung ist daher unerlässlich.

Die Bedürfnisse der Einheimischen sollten berücksichtigt und ernst genommen werden. Es ist nicht zwingend die Aufgabe einer Destination, die Interessensvertretung der Mountainbikenden sicherzustellen. Es ist aber zielführend, die Interessen der Bikenden in einer Destination effizient abzuholen und eine Ansprechperson für Anliegen und Rückmeldungen auszuweisen.

Gleichzeitig kann das touristische Angebot (Services und Infrastruktur) den Einheimischen zugutekommen indem beispielsweise Arbeitsplätze oder neue Trails geschaffen werden. Diese Vorteile für die Region gilt es ebenfalls aufzuzeigen.


Tipp: Destinationen tun gut daran, lokale Initiativen zu unterstützen.

Kultur

Ein gemeinsames Verständnis für das Thema Mountainbike ist einerseits bei den Stakeholdern aber auch bei den unterschiedlichen Leistungsträgern anzustreben.

Darunter fällt eine gemeinsame und klare Vorstellung davon, welche Erwartungen, Bedürfnisse und Präferenzen der Mountainbike-Gast hat. Dieses Verständnis ermöglicht es, geeignete Angebote, Infrastrukturen und Dienstleistungen bereitzustellen.

Durch das einheitliche Verständnis in der Destination kann frühzeitig eine Servicekultur im Bereich Mountainbike geschaffen werden. Gleichzeitig wird das teilweise veraltete Bild des «rebellischen Bikenden in Schutzausrüstung» revidiert und Ängste abgebaut.

Die Destination bekennt sich dazu, die Zielgruppe Mountainbike zu bearbeiten. Eine entsprechende Positionierung findet auf viele Bikende Anwendung.

Wenn sich eine Destination dazu entscheidet, Mountainbike-Gäste ansprechen zu wollen, ist ein entsprechendes Bekenntnis auf breiter Basis wichtig. Die gesamte Destination sollte wenn möglich an einem Strang ziehen und von dem neuen Kundensegment überzeugt sein. Da Mountainbikende ihr Hobby aus Leidenschaft betreiben, kommt ein halbherziges Angebot nicht gut bei ihnen an und kann so unter Umständen zu einem Scheitern des Produktes führen.

Mit der Nutzung der bestehenden Kundenbasis und Infrastruktur können Winterdestinationen ihre Positionierung im Sommer für Mountainbikende stärken und so die touristische Attraktivität über die Wintersaison hinaus ausweiten. Familien, die die Destination bereits aus dem Winter kennen, sind potenzielle Gäste im Sommer zum Biken.

Bei der Positionierung lohnt es sich, vorhandene Daten zu nutzen und mit eigener Recherche bzw. Umfragen zu ergänzen. Eine klare Positionierung kann und soll nicht alle Segmente und Gästegruppen ansprechen.

Einheimische in Tourismusgebieten nehmen oftmals einen grösseren Aufwand in Kauf, um Ruhe und Idylle zu finden. Es ist gut möglich, einige abgelegene Trails nicht zu vermarkten und bewusst den Einheimischen vorzubehalten. Ausserdem gilt es, die Locals bei der Offizialisierung von bestehenden Trails miteinzubeziehen und deren Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Die höhere Frequenz auf den Trails durch die touristische Nutzung verursacht zusätzliche Aufwände im Unterhalt. Diese sollten nicht nur den Einheimischen und Vereinen zur Last fallen. Die Leistungsträger, welche von der Nutzung profitieren, sollten einen entsprechenden Beitrag an den Unterhalt leisten.

Best Practice: Finale Outdoor Region

Organisation

Die Frage, ob das Hauptziel die Entwicklung eines touristischen Angebots oder die Schaffung von Naherholungsangeboten ist, steht im Mittelpunkt dieser Überlegungen. Selbst wenn sich Synergien zwischen Naherholung und Tourismus ergeben, ist es wichtig zu ermitteln, wo der Schwerpunkt der Verantwortlichkeiten am besten platziert ist. Dieser Prozess trägt dazu bei, klare Leitlinien zu etablieren und sicherzustellen, dass die Zuständigkeiten präzise und effizient aufgeteilt werden, um die bestmöglichen Ergebnisse für das Projekt zu erzielen.

Die klare Definition der Projektträgerschaft ermöglicht eine effektive Kommunikation zwischen den beteiligten Parteien. Dies ist entscheidend für eine reibungslose Zusammenarbeit und die Vermeidung von Missverständnissen. Ausserdem fördert es eine effiziente Entscheidungsfindung und Nutzung der Ressourcen.

Eine transparente Projektträgerschaft schafft zudem Vertrauen bei Stakeholdern, Finanziers und der Gemeinschaft. Dies ist entscheidend, um Unterstützung für das Projekt zu gewinnen und sicherzustellen, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Die Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen mit Akteuren aus verschiedenen Sektoren (Tourismus, Gemeinde, Infrastruktur) hat sich bei der Projektentwicklung etabliert. Wichtig ist es hierbei die Zuständigkeiten festzuhalten und klare Aufgabenbereiche zu definieren.

Aufgrund des Veloweggesetzes besteht für alle Schweizer Kantone eine Planungspflicht für Mountainbike-Routen (Art. 5 Abs. 1 Veloweggesetz). Falls sie die Planung der kommunalen Wegnetze an ihre Gemeinden delegieren, sorgen sie für die Erfüllung der Aufgaben. Entsprechende Routen sollen attraktiv sein und eine hohe Erholungsqualität aufweisen (Art. 6e Veloweggesetz).
Wie genau dieser Auftrag umgesetzt wird und welche Aufgaben an die Gemeinden delegiert werden, ist je nach Kanton unterschiedlich. Alle Kantone müssen jedoch eine zuständige Fachstelle für Mountainbike schaffen (Art. 17 Abs. 1 Veloweggesetz). Die entsprechende Stelle ist frühzeitig zu kontaktieren. Sie gibt Auskunft über die Grundlagen und Verfahren in den jeweiligen Kantonen. Vgl. Ansprechpartner Mountainbike Kantone

Grundsätzlich sind die Gemeinden für die Instandstellung und den Unterhalt von Wegen auf ihrem Gemeindegebiet zuständig. Dies beinhaltet auch Wege, die von Mountainbikenden und Wandernden gemeinsam genutzt werden. Je nach Gemeinde besteht die Möglichkeit, dass sich diese darüber hinaus für Mountainbike-Infrastruktur einsetzt und Synergien zu touristischen Angeboten genutzt werden können.

Im Rahmen des «Mountainbikeland Schweiz» fördert SchweizMobil offiziell signalisierte und attraktive Routen. Die Stiftung berät die Projektträgerschaft in allen Fragen und unterstützt die kantonalen LV-Fachstellen bei ihren Koordinationsaufgaben (vgl. Mountainbikeland Schweiz, Manual Routen).

Insbesondere für kleinere Gemeinden ist das Thema Mountainbike-Infrastruktur oftmals neu und die korrekte Herangehensweise unklar. Aufgrund mangelnder Erfahrung und Prozesse sind keine fertigen Lösungen und viele Unsicherheiten vorhanden. Für die Umsetzung der Mountainbike-Infrastruktur ist die Mitwirkung der Gemeinde jedoch unerlässlich. Auch Gemeinden dürfen sich Hilfe holen und müssen nicht alle Lösungen parat haben.

Tipp: Fachstellen in den Kantonen beiziehen vgl. Ansprechpartner Mountainbike Kantone

Ebenso wichtig ist zu wissen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die entsprechenden Institutionen oder Stakeholder hinter dem Bau oder der Ausschilderung eines neuen Trails oder einer Route stehen können. Dazu sind negative Vorurteile/Ängste der Stakeholder aufzulösen und offene Fragen zu beantworten. Vieles lässt sich durch Informationen aus der raumplanerischen Analyse und Aufnahmen im Feld klären (vgl. 1.3 Analysen).

Glossar Bikeplan

Glossar

Besucherlenkung

Clivaz et al. beschreiben Besucherlenkung im Projekt Visiman als «Massnahmen zur Beeinflussung von Besuchern hinsichtlich ihrer räumlichen, zeitlichen und quantitativen Verteilung sowie ihrer Verhaltensweisen mit dem Ziel, negative Auswirkungen auf die Schutzobjekte zu minimieren oder zu beseitigen (verändert nach Bähre 1996)». Strategien hierzu sind vielfältig und reichen z.B. von der Erhöhung des Angebots, der Erhöhung der Haltbarkeit bis hin zu Einschränkungen und Verboten.

Clivaz, C., Rupf, R., & Siegrist, D. (Eds.) (2013). Visiman: Beiträge zu Besuchermonitoring und Besuchermanagement in Pärken und naturnahen Erholungsgebieten: Vol. Schriftenreihe des Instituts für Landschaft und Freiraum. HSR Hochschule für Technik Rapperswil S.19. Online verfügbar unter: https://www.freizeitwald.ch/download/pictures/4f/0rofjzvhvrrgfvauipcbati55tdds7/visiman.pdf

Zusammengefasster Überblick unter https://www.visiman.ch/index.php?id=6489.
Desire lines

Desired lines entsprechen einer vom Nutzer bevorzugte Linienführung. Diese kann Beispielsweise eine offensichtliche Abkürzung, eine weniger steile Strecke oder ein Weg zu einem Point of Interest sein. Sie sollten bei der Planung sowie dem Weg Design beachtete werden, da sie sonst zusätzlich als Trampelpfade entstehen können.

Drainagetechniken

Drainagetechniken beeinflussen, wie sich das Wasser entlang des Trails verhält. Das Ziel ist, dem Wasser einen einfachen Weg zu bieten, sodass es vom Weg fort- und den Hang hinunterzufliessen kann. Zu den wichtigsten Techniken zählen Neigungswechsel und das talseitige Quergefälle.

Erosion
Erosion ist ein natürlicher Prozess, bei dem Gestein oder Boden durch Kräfte wie Wasser oder Wind abgetragen werden. Nutzererosion entsteht durch die verschiedenen Wegnutzungsformen..
Falllinie

Wasser, das einen Berg hinunterfliesst, folgt dem Weg des geringsten Widerstands, der so genannten Falllinie. Diese sollte beim Wegbau vermieden werden, denn ein Weg in der Falllinie wird durch das Wasser zunehmend ausgeschwemmt. Es bilden sich Rillen, Wurzeln werden freigelegt und die Umwelt wird beschädigt.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 60

Full Bench Cut

Die Verwendung von «Full Bench Cuts» fördert die Langlebigkeit des Trails und führt zu weniger Unterhaltsarbeit.

Eine «Bank» (bench) ist in diesem Sinne ein Abschnitt der Lauffläche, der in die Seite oder Kontur eines Hügels gegraben ist. Das abgetragene Material sollte entfernt/ weggeschafft werden und nicht mit im Trail aufgebaut werden. Mit genügend Zeit und Mühe kann mit dieser Bauweise eine gleichmässige und stabile Lauffläche erzeugt werden, die ausgesprochen langlebig ist und nur geringen Unterhalt benötigt.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 140ff.

GeschwindigkeitsmanagementGezieltes Design kann die auf dem Weg gefahrene Geschwindigkeit kontrollieren. Dazu können unter anderem Hindernisse am Wegrand, gezieltes Kurvendesign, das Lichtraumprofil oder die Wegneigung genutzt werden. Konstanter Flow (dieser kann auch technischer Natur sein) sollte dabei beibehalten werden.
Halbkreis-Senke

Halbkreis-Senken auch «Knicks» genannt, ist ein Abschnitt von ca. 1,5 bis 3 Metern, der ein halbkreisförmiges Quergefälle von ca. 15% aufweist. Sie können auch mit Gegenanstieg umgesetzt werden.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 201

Bikeplan, RWO AG – Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis, ARVR – Region Valais romand, & VWP – Valais/Wallis Promotion. (2019). Arbeitshilfe zum Bau und Unterhalt von Mountainbike-Wegen und -Pisten: Bestandsaufnahme und Empfehlungen für das Wallis (Version 1.0). S. 11 Online verfügbar unter: https: https://www.rw-oberwallis.ch/projekte/bike-valais-wallis

Lichtraumprofil

Das Lichtraumprofil bezeichnet einen definierten Raum der senkrechten Querebene eines Weges. Dieser Raum ist von Gegenständen, Ästen und ähnlichem freizuhalten.

Adaptiert aus: Lichtraumprofil und Fahrzeugbegrenzung im europäischen Schienenverkehr. (2020, September 23). Forschungs-Informations-System. Online verfügbar unter: https://www.forschungsinformationssystem.de/servlet/is/325031/

Mountainbike Anlagen

«MTB-Anlagen sind ausschliesslich dem Mountainbiken gewidmet (kein Misch- oder Gegenverkehr)». Zu ihnen zählen laut dem BFU Pisten und Parks.

Müller, C. (2019). Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb (Version 2.040). SchweizMobil; bfu,bpa,upi S. 7 Online verfügbar unter: https://www.bfu.ch/media/rfna2wnt/mountainbike-anlagen.pdf

Mountainbike Infrastruktur

Mountainbike Infrastruktur ist der Überbegriff von Weginfrastruktur, auf welcher das Mountainbiken gestattet ist. Sie wird weiter in Mountainbike Routen und Mountainbike Anlagen unterteilt.

Müller, C. (2019). Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb (Version 2.040). SchweizMobil; bfu,bpa,upi S. 7 Online verfügbar unter: https://www.bfu.ch/media/rfna2wnt/mountainbike-anlagen.pdf

Mountainbike Pisten

«MTB-Pisten werden nur in einer Richtung befahren (in der Regel abwärts), enthalten gebaute Elemente und sind speziell signalisiert. Der Start ist üblicher-weise mit einer Aufstiegshilfe erschlossen (Bergbahn, öffentlicher Verkehr). Leichte MTB-Pisten (Schwierigkeitsgrad blau) können in MTB-Routen integriert werden».

Müller, C. (2019). Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb (Version 2.040). SchweizMobil; bfu,bpa,upi S. 7 Online verfügbar unter: https://www.bfu.ch/media/rfna2wnt/mountainbike-anlagen.pdf

Mountainbike Routen

«MTB-Routen sind allgemein zugängliche Wege oder Pfade und werden meist mit anderen Nutzern geteilt«.

Müller, C. (2019). Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb (Version 2.040). SchweizMobil; bfu,bpa,upi S. 7 Online verfügbar unter:  https://www.bfu.ch/media/rfna2wnt/mountainbike-anlagen.pdf

Neigungswechsel

Ein Neigungswechsel ist eine Stelle, an der ein Weg abflacht und dann die Steigung ändert, indem er zuerst leicht abfällt, bevor er wieder ansteigt. Diese Änderung des Gefälles zwingt das Wasser dazu, den Weg am tiefsten Punkt der Gefälleumkehr zu verlassen.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 67

Rolling Contour Design
Siehe Wellen-Mulden Design
Schützenswerte BereicheSchützenswerte Bereiche müssen differenziert werden in Naturschutzgebiete und andere offizielle Schutztypen sowie weitere, ungeschützte Naturflächen. Naturschutzgebiete haben eine Rechtsgrundlage, sind amtlich bezeichnet und haben festgelegte Perimeter und Schutzbestimmungen. Auch ausserhalb der Naturschutzgebiete gibt es sensible Zonen oder ökologisch wertvolle Flächen, z.B. aufgrund des Vorkommens gefährdeter Arten. Die Mountainbike spezifische Planung / Wegnetzplanung richtet sich unter anderem nach ausgewiesenen Schutzgebieten (auch Gewässerschutz), Landschafts- und Naturdenkmälern (BLN) sowie Lebensräumen von Flora und Fauna und setzt sich darüber hinaus aktiv mit weiteren sensiblen Bereichen auseinander.
SMPDas «Swiss Mountainbiking Project» (SMP) ist ein Innotour gefördertes Projekt der IMBA Schweiz. Es verfolgt das Ziel, das Mountainbike-Segment, als wichtige Einnahmequelle des Schweizer Sommertourismus, zu stärken. Interessensgruppen werden vernetzt, Wissen wird zusammengetragen und ergänzt. Dadurch können die Gestaltung und der Unterhalt von Trails (das Trail Management) professionalisiert werden. Infrastrukturen und Services im Tourismus können qualitativ ausgebaut werden und somit die Wertschöpfung gesteigert und eine langfristige Attraktivität gesichert werden.
TrasseeAls Trasse wird geplante oder bestehende Verlauf eines Weges bezeichnet.
Wellen-Mulden-Design

Ein Weg mit «Wellen-Mulden Design» zeichnet sich durch eine sanfte Neigung, stetige Neigungswechsel und ein Aussengefälle der Lauffläche aus. Diese Merkmale minimieren die Erosion des Weges, da das Wasser auf eine sanfte, nicht erosive Art und Weise abfliessen kann.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 56

Zonierung
Entspricht der räumlichen Funktionstrennung von Nutz- und Umweltschutzzonen (siehe auch weiterführende Literatur zur Besucherlenkung bspw. das Projekt Visiman online verfügbar unter: https://www.visiman.ch/index.php?id=6489)

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