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Entwicklungskompass Wirtschaft und Gesellschaft

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3.2 Besucherlenkung

Grundlagen

Besucherströme zielführend zu lenken, ist eine der grossen Herausforderungen touristischer Destinationen. Die erhöhte Nachfrage nach Erholung in der freien Natur hat das Potenzial für Nutzungskonflikte insbesondere auf gemeinsam genutzten Wegen vergrössert. Destinationen finden sich in der Verantwortung, Lösungsstrategien zur Lenkung der verschiedenen Bedürfnisgruppen auszuarbeiten. Dabei sind die Herausforderungen, insbesondere durch die Digitalisierung, gross – aber auch die sich daraus ergebenden Möglichkeiten.

Besucherlenkung umfasst Massnahmen, die geeignet sind, Besucherströme zu entflechten und damit zur Attraktivitätssteigerung der Destination beizutragen. Gleichzeitig schützt sie die Natur und Umgebung vor Übernutzung und hat Auswirkungen auf die Tourismusakzeptanz in der Bevölkerung. Mittels sorgfältig durchdachten Lenkungsmassnahmen können sich Gemeinden und Destinationen auf die neue Nutzungsart durch die Mountainbikenden vorbereiten und so vermeidbaren Konflikten zuvorkommen (vgl. Nutzung)

Die folgenden Inputs stützen sich auf langjährige Erfahrungswerte von Fachpersonen aus dem Tourismus.

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Nutzergerechte Angebote schaffen

Die Nutzenden werden dazu inspiriert, die bestehenden und für sie bestimmten Routen zu wählen. Diverse Destinationen haben diese Taktik bereits erfolgreich umgesetzt (Best Practice: Bike Kingdom).

Wo keine bedürfnisgerechten offiziellen Routen vorhanden sind, finden Mountainbikende ihre Trails anderweitig im Gelände. Dank digitaler Informationsplattformen steht den Nutzenden eine Vielzahl von inoffiziellen Trails zur Verfügung.

Mit dem richtigen Design können die verschiedenen Nutzergruppen und deren Verhalten gelenkt, Konflikte vermieden und sensible Gebiete geschützt werden. Durch das positive Erlebnis werden die Wegnutzenden gelenkt, ohne dass dies aktiv wahrgenommen wird.

Sogenannte «User generated Trails» auf unterschiedlichen Online-Plattformen können eine Herausforderung für die Lenkung der Gäste darstellen. Dabei handelt es sich mehrheitlich um nicht offizielle Trails, wodurch bei einer übermässigen Nutzung Konflikte entstehen können. Ein bedürfnisgerechtes und attraktives offizielles Angebot, das ebenfalls auf diesen Plattformen abgebildet ist, kann dem Abhilfe schaffen.

Hinweis: Die Online-Plattform Trailforks ist bestrebt, künftig nur noch die offiziellen Routen abzubilden. Die IMBA Schweiz fungiert als Ansprechpartnerin für Mountainbike-Organisationen und Destinationen, die Trails auf der Plattform bearbeiten möchten. Aber auch mit den anderen Anbietern in diesem Bereich kann der Kontakt gesucht und eine Zusammenarbeit angestrebt werden.
Der Gast soll sich auf die Informationen verlassen dürfen und sich mit seinem Können in Sicherheit wägen. Familien beispielsweise wollen sich nicht vor einer unterwartet schwierigen Passage, die subjektiv als Gefahrenstelle wahrgenommen wird, wiederfinden.

Erfahrenere Mountainbikende haben weniger Angst vor Herausforderungen auf der Strecke. Auch diese sind jedoch nicht immer affin dafür, ihre Touren eigenhändig zu gestalten und dankbar für verlässliche Routenvorschläge.

Ansonsten sind Konflikte vorprogrammiert und das Gästeerlebnis wird negativ geprägt.

Sanfte Lenkung

Eine sorgfältige und vorausschauende Planung ist ausschlaggebend für eine funktionierende Lenkung. Insbesondere Entflechtungsmassnahmen sind im Vorfeld sorgfältig zu prüfen. Ziel ist es, ein attraktives Netz zu erstellen. Nicht alle Wege müssen den Bikenden hierfür offenstehen.

Wanderer und Mountainbikerinnen haben viele ähnliche Bedürfnisse wie etwa das Natur- und Landschaftserlebnis, die Bewegung, den Spass und das Zusammensein. Sie benutzen dabei oft die gleichen touristischen Dienstleistungen wie öffentliche Verkehrsmittel, Bergbahnen und Restaurants. Um Konflikten und Unsicherheiten vorzubeugen ist eine vorausschauende Planung und wo notwendig eine Entflechtung zielführend (vgl. Wandern und Mountainbiken).

Das Merkblatt des ASTRA zur Koexistenz und Entflechtung gibt einen Überblick, wann Koexistenz grundsätzlich möglich ist. Punktuell kann es sinnvoll sein, Verbote anzubringen und Entflechtungsmassnahmen vorzunehmen.

Tipp: Externe Bikende beiziehen, um die gemachte Planung und die Lenkungsmassnahmen unvoreingenommen zu bewerten.

Eigenmächtig aufgestellte Verbotsschilder schaden der Glaubwürdigkeit von solchen mit einer amtlichen Verfügung und einem anerkannten Schutzziel (vgl. Kompass MTB und Umwelt).

Es reicht nicht, in einer Gemeinde einen Trail offiziell als «Biketrail» zu markieren und im Gegenzug alle anderen Wege mit Verbotsschildern zu versehen. Vielmehr führen Verbote unweigerlich zu unnötigen Konflikten, da bei einem fehlenden bedürfnisgerechten Angebot die Wege trotz Verbotsschild befahren werden.

An gewissen Stellen werden Verbote unerlässlich sein oder dienen den Nutzenden sogar zur Orientierung. Wenn diese verstehen, weshalb ein Verbot notwendig ist, fördert dies die Akzeptanz.

Auch der Miteinbezug der Trailbau-Crew (falls vorhanden) als Teil der Community kann zielführend sein. Diese geht mit gutem Beispiel voran und erklärt verständlich, weshalb die Nutzung der ausgeschilderten Wege für alle gewinnbringend ist.

So werden Bikende auf die für sie bestimmten Wege geleitet. Übrige Wegnutzende wissen wiederum, dass entsprechende Wege für die gemeinsame Nutzung bestimmt sind. Dadurch können Überraschungen und Konflikte vorgebeugt und das einvernehmliche Miteinander gefördert werden.

Oftmals ist es für die Bikenden schwierig, sich in den von Kanton zu Kanton ändernden Bestimmungen zurecht zu finden. Durch eine leicht verständliche Information vor Ort können Unsicherheiten abgebaut, Konflikte vorgebeugt und das Gästeerlebnis optimiert werden.

Dies vereinfacht die Verständlichkeit der Lenkungsmassnahmen für die Nutzenden. Hinsichtlich der Signalisation gibt es verbindliche Normen, die zu befolgen sind (vgl. Signalisation)

Hierfür sind genügend Transportkapazitäten für Bikes die Grundvoraussetzung (vgl. Angebotsgestaltung).

Signalisation

In Frage kommen etwa Spaziergang, Wanderung oder Mountainbike. Eine gute Signalisation kann Konflikte zwischen Nutzenden vorbeugen.

Mit der Wegweisung und Signalisation von Wanderwegnetzen und Mountainbike-Routen wird geregelt welche Wege benutzt werden sollen (bei Entflechtung) und welche Wege gemeinsam genutzt werden (bei Koexistenz). Die Information vor Ort fördert das Verständnis bei den verschiedenen Nutzergruppen (Vgl. Merkblatt Koexistenz SchweizMobil)

Signalisation dient nicht nur zur Orientierung, sondern kann Wegnutzende auch zu verschiedenen Themen sensibilisieren. Zum Beispiel gibt es Hinweise zu Wildschutzgebieten, Verhaltensregeln, Notfallnummern oder Wegsperrungen.

Die Mountainbikenden sollen ein Angebot wählen können, das zu ihrem Fahrkönnen passt. Für die Kategorisierung der Schwierigkeitsstufen ist zwischen unterschiedlicher Mountainbike-Infrastruktur wie Mountainbike-Routen, Trails und Pisten zu unterscheiden (vgl. Mountainbikeland Schweiz, Manual Routen).


Die Schwierigkeitsstufen sind so eindeutig wie beim Skifahren zu kommunizieren und überregional gleich zu gestalten. Ziel ist eine einheitliche Signalisation und Kommunikation in der Destination und idealerweise in der ganzen Schweiz.

Die Norm ist verbindlich. Dies auch dann, wenn Teile der Route aus speziell für Mountainbikende gebauten abfahrtsorientierten Anlagen, Pisten oder Entflechtungstrails bestehen.

Abfahrtsorientierte Mountainbike-Pisten sind eine Spezialform im Bereich Mountainbiking, deren Signalisation in der Norm nicht geregelt ist. Für die Signalisation von Mountainbike-Pisten gilt bis auf weiteres die Fachbroschüre Signalisation Mountainbike-Pisten (BFU und SchweizMobil).

TIPP: SchweizMobil unterstützt und berät bei der konkreten Umsetzung der Signalisation.
Das ASTRA und SchweizMobil streben nach einer schweizweit einheitlichen Signalisation von Mountainbike-Routen, Trails und Pisten. Die Vollzugshilfe hierfür ist in Erarbeitung und wird voraussichtlich im Herbst 2025 publiziert. Darin werden Grundlagen und Richtlinien für ein in sich funktionierendes System erarbeitet, das im Folgenden als Grundlage dient. Bis das neue System umgesetzt wird, dienen die geltenden Vollzugshilfen und Merkblätter.

Mountainbike-Routen werden voraussichtlich auch im neuen System in drei Stufen nach Schwierigkeit unterteilt (vgl. Schwierigkeitsgrade Langsamverkehr). Trails und Pisten sollen ein fünfstufiges Beurteilungssystem für den Schwierigkeitsgrad erhalten. Bis auf weiteres gilt die Fachdokumentation «Signalisation Mountainbike-Pisten» der BFU und SchweizMobil.
Die Route, der Trail und die Piste sind so einzustufen, wie eine unerfahrene Person diese erleben würde, also aus der Sicht derjenigen, die es zu schützen gilt. Dabei sind unter anderem das Gefälle, technische Stellen und die benötigte Ausdauer zu berücksichtigen.

Wichtig ist, dass die Klassifizierung konsistent ist. Wenn sich jemand in einem Schwierigkeitsgrad sicher fühlt, sollte er sich darauf verlassen dürfen, dass entsprechend markierte Routen nicht unerwartete Herausforderungen (die nicht umfahren werden können) beinhalten.
Die Signalisation ist Teil des Gästeerlebnisses. Schlechte Signalisation kann rasch zu Konflikten und Frustration führen. Eine einheitliche und klar definierte Begrifflichkeit, resp. Beschilderung ist hierfür unerlässlich. Die bestehenden Normen, Richtlinien und Leitfäden sind zu beachten und entsprechend umzusetzen.

Tipp: Die Fachstelle Mountainbike im Kanton kann über die zu beachtenden Grundlagen Auskunft geben.

Inoffizielle Signalisation kann zu Unsicherheit und Verwirrung führen und dadurch eine negative Auswirkung auf das Erlebnis haben. Eine offizielle Beschilderung gewährleistet die Sicherheit, Umweltverträglichkeit und langfristige Entwicklung der Mountainbike-Infrastruktur.

Dies führt langfristig zu Kosteneinsparungen, da weniger regelmässige Wartung und Austausch anfallen. Ausserdem verbessert eine klare und dauerhafte Beschilderung die Nutzererfahrung.

Literatur

[1]        M. Rebetez und T. Lehmann Friedli, «Tourismus», Brennpunkt Klima Schweiz: Grundlagen, Folgen und Perspektiven (swissacademies reports), Bd. 11, Nr. 5, S. 117–120, 2017.

[2]        B. Abegg, «Herausforderung Klimawandel», Swiss Equity Magazin, Special issue: Tourismus, S. 52–53, 2009.

[3]        M. von Ballmoos, «Umweltkriterien», Handbuch graubündenBIKE, Bd. Trails & Touren, Nr. 3.125, 2013, [Online].

[4]        Bundesamt für Strassen (ASTRA), Schweizer Wanderwege, und Stiftung SchweizMobil, «Wandern und Mountainbiken – Entscheidungshilfe zu Koexistenz und Entflechtung: Merkblatt für die Planung», Material Langsamverkehr, Bd. 142, 2020, [Online]. 

[5]        C. Müller, «Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb», SchweizMobil; bfu,bpa,upi, 2019. [Online]. 

[6]         A. Arnberger,»Besuchermanagement aus internationaler Sicht – Ein Überblick über Forschungen und Anwendungen», in Visiman: Beiträge zu Besuchermonitoring und Besuchermanagement in Pärken und naturnahen Erholungdgebieten, Bd. Schriftenreihe des Instituts für Landschaft und Freiraum, 10 Bd., C. Clivaz, R. Rupf, und D. Siegrist, Hrsg. HSR Hochschule für Technik Rapperswil, 2013, S. 17-29.

[7]        M. Lamprecht, R. Bürgi, und H. Stamm, Sport Schweiz 2020: Sportaktivität und Sportinteresse der Schweizer Bevölkerung. Schweizer Sportobservatorium c/o Lamprecht & Stamm Sozialforschung und Beratung AG, 2020.

[8]        B. Kägi, A. Stalder, und M. Thommen, Hrsg., Wiederherstellung und Ersatz im Natur- und Landschaftsschutz: Die Eingriffsregelung nach schweizerischem Recht, Bd. Leitfaden Umwelt, 11 Bd. Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), 2002.

[9]        R. Rupf, Hrsg., Outdoor Sports Infrastructure Planning – Hiking and Mountain Biking, Bd. 11, 6 Bd. swiss academies factsheets, 2016.

[10]       R. Rupf und M. Wernli, «Besuchermonitoring – Ein Überblick über Methoden und Anwendungsbereiche», in Visiman: Beiträge zu Besuchermonitoring und Besuchermanagement in Pärken und naturnahen Erholungdgebieten, Bd. Schriftenreihe des Instituts für Landschaft und Freiraum, 10 Bd., C. Clivaz, R. Rupf, und D. Siegrist, Hrsg. HSR Hochschule für Technik Rapperswil, 2013, S. 27–37.

Glossar Bikeplan

Glossar

Besucherlenkung

Clivaz et al. beschreiben Besucherlenkung im Projekt Visiman als «Massnahmen zur Beeinflussung von Besuchern hinsichtlich ihrer räumlichen, zeitlichen und quantitativen Verteilung sowie ihrer Verhaltensweisen mit dem Ziel, negative Auswirkungen auf die Schutzobjekte zu minimieren oder zu beseitigen (verändert nach Bähre 1996)». Strategien hierzu sind vielfältig und reichen z.B. von der Erhöhung des Angebots, der Erhöhung der Haltbarkeit bis hin zu Einschränkungen und Verboten.

Clivaz, C., Rupf, R., & Siegrist, D. (Eds.) (2013). Visiman: Beiträge zu Besuchermonitoring und Besuchermanagement in Pärken und naturnahen Erholungsgebieten: Vol. Schriftenreihe des Instituts für Landschaft und Freiraum. HSR Hochschule für Technik Rapperswil S.19. Online verfügbar unter: https://www.freizeitwald.ch/download/pictures/4f/0rofjzvhvrrgfvauipcbati55tdds7/visiman.pdf

Zusammengefasster Überblick unter https://www.visiman.ch/index.php?id=6489.
Desire lines

Desired lines entsprechen einer vom Nutzer bevorzugte Linienführung. Diese kann Beispielsweise eine offensichtliche Abkürzung, eine weniger steile Strecke oder ein Weg zu einem Point of Interest sein. Sie sollten bei der Planung sowie dem Weg Design beachtete werden, da sie sonst zusätzlich als Trampelpfade entstehen können.

Drainagetechniken

Drainagetechniken beeinflussen, wie sich das Wasser entlang des Trails verhält. Das Ziel ist, dem Wasser einen einfachen Weg zu bieten, sodass es vom Weg fort- und den Hang hinunterzufliessen kann. Zu den wichtigsten Techniken zählen Neigungswechsel und das talseitige Quergefälle.

Erosion
Erosion ist ein natürlicher Prozess, bei dem Gestein oder Boden durch Kräfte wie Wasser oder Wind abgetragen werden. Nutzererosion entsteht durch die verschiedenen Wegnutzungsformen..
Falllinie

Wasser, das einen Berg hinunterfliesst, folgt dem Weg des geringsten Widerstands, der so genannten Falllinie. Diese sollte beim Wegbau vermieden werden, denn ein Weg in der Falllinie wird durch das Wasser zunehmend ausgeschwemmt. Es bilden sich Rillen, Wurzeln werden freigelegt und die Umwelt wird beschädigt.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 60

Full Bench Cut

Die Verwendung von «Full Bench Cuts» fördert die Langlebigkeit des Trails und führt zu weniger Unterhaltsarbeit.

Eine «Bank» (bench) ist in diesem Sinne ein Abschnitt der Lauffläche, der in die Seite oder Kontur eines Hügels gegraben ist. Das abgetragene Material sollte entfernt/ weggeschafft werden und nicht mit im Trail aufgebaut werden. Mit genügend Zeit und Mühe kann mit dieser Bauweise eine gleichmässige und stabile Lauffläche erzeugt werden, die ausgesprochen langlebig ist und nur geringen Unterhalt benötigt.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 140ff.

GeschwindigkeitsmanagementGezieltes Design kann die auf dem Weg gefahrene Geschwindigkeit kontrollieren. Dazu können unter anderem Hindernisse am Wegrand, gezieltes Kurvendesign, das Lichtraumprofil oder die Wegneigung genutzt werden. Konstanter Flow (dieser kann auch technischer Natur sein) sollte dabei beibehalten werden.
Halbkreis-Senke

Halbkreis-Senken auch «Knicks» genannt, ist ein Abschnitt von ca. 1,5 bis 3 Metern, der ein halbkreisförmiges Quergefälle von ca. 15% aufweist. Sie können auch mit Gegenanstieg umgesetzt werden.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 201

Bikeplan, RWO AG – Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis, ARVR – Region Valais romand, & VWP – Valais/Wallis Promotion. (2019). Arbeitshilfe zum Bau und Unterhalt von Mountainbike-Wegen und -Pisten: Bestandsaufnahme und Empfehlungen für das Wallis (Version 1.0). S. 11 Online verfügbar unter: https: https://www.rw-oberwallis.ch/projekte/bike-valais-wallis

Lichtraumprofil

Das Lichtraumprofil bezeichnet einen definierten Raum der senkrechten Querebene eines Weges. Dieser Raum ist von Gegenständen, Ästen und ähnlichem freizuhalten.

Adaptiert aus: Lichtraumprofil und Fahrzeugbegrenzung im europäischen Schienenverkehr. (2020, September 23). Forschungs-Informations-System. Online verfügbar unter: https://www.forschungsinformationssystem.de/servlet/is/325031/

Mountainbike Anlagen

«MTB-Anlagen sind ausschliesslich dem Mountainbiken gewidmet (kein Misch- oder Gegenverkehr)». Zu ihnen zählen laut dem BFU Pisten und Parks.

Müller, C. (2019). Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb (Version 2.040). SchweizMobil; bfu,bpa,upi S. 7 Online verfügbar unter: https://www.bfu.ch/media/rfna2wnt/mountainbike-anlagen.pdf

Mountainbike Infrastruktur

Mountainbike Infrastruktur ist der Überbegriff von Weginfrastruktur, auf welcher das Mountainbiken gestattet ist. Sie wird weiter in Mountainbike Routen und Mountainbike Anlagen unterteilt.

Müller, C. (2019). Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb (Version 2.040). SchweizMobil; bfu,bpa,upi S. 7 Online verfügbar unter: https://www.bfu.ch/media/rfna2wnt/mountainbike-anlagen.pdf

Mountainbike Pisten

«MTB-Pisten werden nur in einer Richtung befahren (in der Regel abwärts), enthalten gebaute Elemente und sind speziell signalisiert. Der Start ist üblicher-weise mit einer Aufstiegshilfe erschlossen (Bergbahn, öffentlicher Verkehr). Leichte MTB-Pisten (Schwierigkeitsgrad blau) können in MTB-Routen integriert werden».

Müller, C. (2019). Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb (Version 2.040). SchweizMobil; bfu,bpa,upi S. 7 Online verfügbar unter: https://www.bfu.ch/media/rfna2wnt/mountainbike-anlagen.pdf

Mountainbike Routen

«MTB-Routen sind allgemein zugängliche Wege oder Pfade und werden meist mit anderen Nutzern geteilt«.

Müller, C. (2019). Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb (Version 2.040). SchweizMobil; bfu,bpa,upi S. 7 Online verfügbar unter:  https://www.bfu.ch/media/rfna2wnt/mountainbike-anlagen.pdf

Neigungswechsel

Ein Neigungswechsel ist eine Stelle, an der ein Weg abflacht und dann die Steigung ändert, indem er zuerst leicht abfällt, bevor er wieder ansteigt. Diese Änderung des Gefälles zwingt das Wasser dazu, den Weg am tiefsten Punkt der Gefälleumkehr zu verlassen.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 67

Rolling Contour Design
Siehe Wellen-Mulden Design
Schützenswerte BereicheSchützenswerte Bereiche müssen differenziert werden in Naturschutzgebiete und andere offizielle Schutztypen sowie weitere, ungeschützte Naturflächen. Naturschutzgebiete haben eine Rechtsgrundlage, sind amtlich bezeichnet und haben festgelegte Perimeter und Schutzbestimmungen. Auch ausserhalb der Naturschutzgebiete gibt es sensible Zonen oder ökologisch wertvolle Flächen, z.B. aufgrund des Vorkommens gefährdeter Arten. Die Mountainbike spezifische Planung / Wegnetzplanung richtet sich unter anderem nach ausgewiesenen Schutzgebieten (auch Gewässerschutz), Landschafts- und Naturdenkmälern (BLN) sowie Lebensräumen von Flora und Fauna und setzt sich darüber hinaus aktiv mit weiteren sensiblen Bereichen auseinander.
SMPDas «Swiss Mountainbiking Project» (SMP) ist ein Innotour gefördertes Projekt der IMBA Schweiz. Es verfolgt das Ziel, das Mountainbike-Segment, als wichtige Einnahmequelle des Schweizer Sommertourismus, zu stärken. Interessensgruppen werden vernetzt, Wissen wird zusammengetragen und ergänzt. Dadurch können die Gestaltung und der Unterhalt von Trails (das Trail Management) professionalisiert werden. Infrastrukturen und Services im Tourismus können qualitativ ausgebaut werden und somit die Wertschöpfung gesteigert und eine langfristige Attraktivität gesichert werden.
TrasseeAls Trasse wird geplante oder bestehende Verlauf eines Weges bezeichnet.
Wellen-Mulden-Design

Ein Weg mit «Wellen-Mulden Design» zeichnet sich durch eine sanfte Neigung, stetige Neigungswechsel und ein Aussengefälle der Lauffläche aus. Diese Merkmale minimieren die Erosion des Weges, da das Wasser auf eine sanfte, nicht erosive Art und Weise abfliessen kann.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 56

Zonierung
Entspricht der räumlichen Funktionstrennung von Nutz- und Umweltschutzzonen (siehe auch weiterführende Literatur zur Besucherlenkung bspw. das Projekt Visiman online verfügbar unter: https://www.visiman.ch/index.php?id=6489)

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